Fernwärme-Vergleichsrechner
Vergleichen Sie Ihr Fernwärme-Angebot über 20 Jahre mit einer Wärmepumpe und einer Gas-Brennwertheizung. Prüfen Sie die Wirtschaftlichkeit inklusive Grundpreis, Anschlusskosten und Preisgleitklausel.
Fernwärme ist ein leitungsgebundenes Gebietsmonopol ohne freien Anbieterwechsel. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss zwingend:
- Preisänderungsklausel: Zu welchen Anteilen richtet sich die Preisanpassung nach fossilen Brennstoffindizes (Gas/Kohle) oder dem Wärmenetz-Index?
- Vertragslaufzeit: Verträge laufen häufig über 10 Jahre mit automatischer Verlängerung.
- Anschlusszwang: Prüfen Sie, ob in Ihrer Gemeinde eine Satzung mit Anschluss- und Benutzungszwang (ABZ) gilt.
Hintergrund: Warum Fernwärme oft teurer ist als erwartet
Die hohe Grundpreis-Falle
Während bei Wärmepumpen die laufenden Kosten fast ausschließlich aus dem tatsächlichen Stromverbrauch bestehen, setzt sich die Fernwärmerechnung aus zwei bis drei Blöcken zusammen:
- Leistungs-/Grundpreis: Feste jährliche Gebühr pro kW bestellter Anschlussleistung (häufig 30–60 €/kW/a), die selbst bei Nullverbrauch fällig wird.
- Arbeitspreis: Kosten pro bezogene Megawattstunde (MWh) bzw. kWh Wärme.
- Mess- und Verrechnungspreis: Zählermiete und Abrechnungsgebühren.
Das Monopol- und Preisänderungsrisiko
Fernwärmeversorger besitzen in ihrem Netzgebiet ein natürliches Monopol. Ein Wechsel des Anbieters ist technisch ausgeschlossen.
Preiserhöhungen erfolgen automatisch nach der im Vertrag festgelegten Preisgleitklausel (§ 24 AVBFernwärmeV). Enthält diese Klausel einen hohen Anteil an Erdgas- oder Kohlepreisen, schlagen fossile Preisschocks direkt auf Ihre Fernwärmekosten durch, ohne dass Sie sich durch Eigenstrom (z.B. Photovoltaik) absichern können.