Heizkörper-Auslegungsrechner für Wärmepumpen
Prüfen Sie nach DIN EN 442, ob Ihre vorhandenen Heizkörper bei abgesenkter Wärmepumpen-Vorlauftemperatur (55 °C, 50 °C oder 45 °C) genügend Heizleistung für den Raum liefern.
Bei 50 °C Vorlauf fehlen 841 Watt Heizleistung. Der Raum würde an kalten Wintertagen nicht die gewünschten 20 °C erreichen.
Hintergrund: Die DIN EN 442 Heizkörperauslegung im Wärmepumpenbetrieb
Warum sinkt die Heizkörperleistung bei niedrigerem Vorlauf überproportional?
Die Norm-Wärmeleistung von Heizkörpern wird nach DIN EN 442 bei 75/65/20 °C (mittlere Übertemperatur ΔT = 50 K) gemessen.
Wird die Vorlauftemperatur für eine Wärmepumpe auf 50/40/20 °C abgesenkt (mittlere Übertemperatur ΔT = 24,7 K), sinkt die Wärmeabgabe nicht linear, sondern nach dem Potenzgesetz mit dem Heizkörperexponenten n ≈ 1,30 auf nur noch ca. 40% der ursprünglichen Nennleistung.
Heizkörpertausch statt Fußbodenheizung
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass im Altbau für eine Wärmepumpe zwingend eine Fußbodenheizung nachgerüstet werden muss.
In der Praxis reicht es meist völlig aus, in 2 bis 3 kritischen Räumen (z.B. Wohnzimmer oder Bad) veraltete 1-lagige Heizkörper (Typ 11) durch leistungsstarke 3-lagige Modelle (Typ 33) gleicher Wandbreite zu ersetzen. Dadurch kann die Vorlauftemperatur des gesamten Hauses auf 50 °C oder 45 °C gesenkt werden.