Vorlauftemperatur- & Heizkurven-Rechner
Ermitteln Sie die erforderliche Heizkurven-Steilheit (S) und Vorlauftemperatur für Ihr Gebäude. Berechnen Sie das Einsparpotenzial beim Wärmepumpenstrom pro Kelvin Absenkung.
Hintergrund: Warum die Vorlauftemperatur über die Wärmepumpen-Wirtschaftlichkeit entscheidet
Die 2,5%-Regel (Carnot-Wirkungsgrad)
Wärmepumpen arbeiten nach dem thermodynamischen Kreisprozess: Je geringer der Temperaturunterschied zwischen der Umweltwärmequelle (z.B. Außenluft bei −10 °C) und dem Heizungsvorlauf ist, desto weniger Verdichterarbeit muss der Kompressor leisten.
Als physikalische Faustformel gilt: Jedes Grad (1 Kelvin) weniger Vorlauftemperatur senkt den Stromverbrauch der Wärmepumpe um ca. 2,5% bis 3,0% und erhöht die Jahresarbeitszahl (JAZ) spürbar.
Steilheit (S) und Parallelverschiebung (Niveau)
Die Steilheit (Neigung) bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur ansteigt, wenn es draußen kälter wird. Schlecht gedämmte Gebäude benötigen eine steilere Kurve (1,2 bis 1,6), gut gedämmte Neubauten mit Fußbodenheizung eine flache Kurve (0,3 bis 0,6).
Das Niveau (Parallelverschiebung) hebt oder senkt die Vorlauftemperatur über das gesamte Temperaturband gleichmäßig an. Es wird genutzt, wenn es im Haus bei milden Außentemperaturen (+5 °C bis +15 °C) dauerhaft zu kühl oder zu warm ist.