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Planungswerkzeug #1 • DIN EN 12831 & Heizkurven-Modell

Vorlauftemperatur- & Heizkurven-Rechner

Ermitteln Sie die erforderliche Heizkurven-Steilheit (S) und Vorlauftemperatur für Ihr Gebäude. Berechnen Sie das Einsparpotenzial beim Wärmepumpenstrom pro Kelvin Absenkung.

Heizkurven-Feinjustierung
1.25
+2 K
Vorlauf bei -12 °C
62 °C
Norm-Auslegung
Vorlauf bei -10 °C
59.5 °C
Frosttage
Vorlauf bei 0 °C
47 °C
Winter-Mittel
Vorlauf bei +10 °C
34.5 °C
Übergangszeit
Heizkurvenverlauf T_VL über AußentemperaturS = 1.25 | N = 2 K
30°45°55°70°55 °C WP-Wirtschaftlichkeitsgrenze+15°C+10°C+5°C0°C-5°C-10°C-15°CAußentemperatur (°C)62 °C
Achtung: Im Ist-Zustand unwirtschaftlich für Wärmepumpen (> 58 °C)
Eine Vorlauftemperatur von 62 °C bei -12 °C Außentemperatur führt bei Wärmepumpen zu schlechten Jahresarbeitszahlen (JAZ unter 2,7) und extrem hohen Stromkosten. Vor einem Heizungstausch müssen die Wärmeübertrager vergrößert werden (siehe Heizkörper-Auslegungsrechner) oder Dämmmaßnahmen an Fenstern/Dach erfolgen.
Fachlicher Hinweis: Diese Heizkurven-Berechnung liefert den thermischen Startpunkt für die heizzeitliche Feinjustierung (thermischer Abgleich). Sie ersetzt keine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Energieberater oder Fachbetrieb.

Hintergrund: Warum die Vorlauftemperatur über die Wärmepumpen-Wirtschaftlichkeit entscheidet

Die 2,5%-Regel (Carnot-Wirkungsgrad)

Wärmepumpen arbeiten nach dem thermodynamischen Kreisprozess: Je geringer der Temperaturunterschied zwischen der Umweltwärmequelle (z.B. Außenluft bei −10 °C) und dem Heizungsvorlauf ist, desto weniger Verdichterarbeit muss der Kompressor leisten.

Als physikalische Faustformel gilt: Jedes Grad (1 Kelvin) weniger Vorlauftemperatur senkt den Stromverbrauch der Wärmepumpe um ca. 2,5% bis 3,0% und erhöht die Jahresarbeitszahl (JAZ) spürbar.

Steilheit (S) und Parallelverschiebung (Niveau)

Die Steilheit (Neigung) bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur ansteigt, wenn es draußen kälter wird. Schlecht gedämmte Gebäude benötigen eine steilere Kurve (1,2 bis 1,6), gut gedämmte Neubauten mit Fußbodenheizung eine flache Kurve (0,3 bis 0,6).

Das Niveau (Parallelverschiebung) hebt oder senkt die Vorlauftemperatur über das gesamte Temperaturband gleichmäßig an. Es wird genutzt, wenn es im Haus bei milden Außentemperaturen (+5 °C bis +15 °C) dauerhaft zu kühl oder zu warm ist.

Weiterführender Ratgeber zur schrittweisen Absenkung
Lesen Sie unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum thermischen Abgleich im laufenden Winterbetrieb.
Zum Ratgeber →